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DER HERR OHNE WOHNUNG 1934

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DER HERR OHNE WOHNUNG 1934
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Originaldeutsch
ohne Untertitel
83 Min.
 
Gar nicht so einfach, die vier hübschen jungen Frauen auseinanderzuhalten, die uns der Film in den ersten Minuten zeigt. Da ist Mimi (Hanna Waag), die den Sekretär (Hermann Thimig) heiraten will, Frau Mangold (Hilde von Stolz), die Frau des Professors, dann die Tänzerin Ellinor (Lizzi Holzschuh), die mit der Engländerin Mary (Karin Evans) verwechselt wird. Diese wiederum ist nach Wien gekommen, um sich eine neue Nase machen zu lassen. Wenn nun das Who is who geklärt ist, finden wir uns in der Wohnung einer Vermieterin (im Kommandoton Adele Sandrock). Dabei hat sich E. W. Emo mit seinem Architekten eine pfiffige Persiflage auf die neue Zeit ausgedacht: die Wohnung ist vollautomatisch. Alles klappt aus der Wand und wie sich später herausstellt, nichts klappt in dieser Wohnung. Die Wirtin: "Ich habe sie von einem Irrsinnigen übernommen." Dann der Professor (Paul Hörbiger), der Frauen am Fließband neue Nasen verpasst und seinen Sekretär zum Bahnhof schickt, um eine reiche Klientin abzuholen. Wer sich mit Emo auskennt, weiß schon: jetzt kommt die Verwechslung. Und richtig. Statt der Klientin bringt er eine englischsprechende Tänzerin im Luxushotel unter. Sehr gekonnt jonglieren die Drehbuchautoren mit der englischen Sprache. Hörbiger versteht kein Wort, Thimig tut nur so und kommt über ein Goodbye nicht hinaus. Nun wird die andere Lustspielmedizin verabreicht: Eifersucht. Wenn Frauen sich anschreien, freut sich offenbar der Mann im Regisseur. Alkohol spielt eine Rolle, weil sich alle "besaufen", um ihren nur vermuteten Liebeskummer zu ertränken. An der Garderobe des Nachtclubs, in dem der Sekretär seinen Chef nicht treffen will, werden die Mäntel vertauscht. Sodass der Sekretär in volltrunkenem Zustand in der Wohnung des Chefs landet. Da nun zeigt Emo, wie souverän er solche Verwirrungen inszenieren kann. Thimig torkelt durch die fremde Wohnung, trifft auf den plötzlich auftauchenden Chef und greift noch im Halbschlaf den richtigen Mantel. So lassen sich Lustspiele inszenieren! Auftritt Leo Slezak. Als Droschkenkutscher Kreindl singt er: "Ein Lied aus Wien und ein Mäderl wie Du, was braucht der Mensch noch mehr dazu?" Diese einschmeichelnd glockenreine Tenorstimme! Ausserdem ist er ein wunderbarer Schauspieler. Dann der finale Gag. Kreindl kommt am nächsten Morgen in die Klinik und will für seine Fuhre von gestern abend kassieren. Er glaubt, der Sekretär sei der Professor. Aber der zahlt nicht. Es zahlt der richtige Professor. Kreindl: "Wenn der Professor zahlen, sind der Herr Professor selbstverständlich der Herr Professor". Ein Seitenhieb auf die österreichische Lust an Nepotismus und Titelwirtschaft.
 

 

Regie

  • E. W. Emo
     

Drehbuch

  • Julius Horst
     

Kamera

  • Eduard Hoesch
     

Schnitt

  • Putty Krafft
     

Musik

  • Robert Stolz
     

Darsteller

  • Paul Hörbiger
     
     
  • Adele Sandrock
     
     
  • Franz Schafheitlin
     
     
  • Hermann Thimig
     
     
  • Robert Valberg
     
     
  • Hilde von Stolz
     
     
  • Leo Slezak
     
     
  • Karin Evans
     
     
  • Hanna Waag
     
     
  • Carl Günther
     
     

Produktionsfirma

  • Projectograph-Film Oskar Glück GmbH (Wien)
     

Produzent

  • Oskar Glück

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